Ein Mann aus Myrdal ging einmal eines Morgens in der Fruhe an einem Felsen vorbei und kam zu einer Hohle horte er tanzen und larmen:draussen aber lag eine Menge Seehundsfelle. Er hob eines davon auf und nahm es mit nach Hause. Hier verschloss er es in seiner Truehe. Als er am Abend wieder zu der Hohle kam, sah er ein wunderschoes, nacktes Madchen dort sitzen. Es weinte bitterlich. Das war der Seehund, dessen Fell der Mann in seiner Truhe eingeschlossen hatte. Er trostete das Madchen, gab ihm Kleider und nahm es mit sich in sein Haus. Da sie einander sehr lieb gewannen, nahm er sie zur Frau. Sie lebten gut miteinander und hatten viele Kinder. Aber manche Stunde sass sie am Ufer und schaute uber die See hinaus. Den Schlussel der Truhe trug der Mann immer bei sich. Einmal aber, nach vielen Jahren, ruderte er hinaus, um Fische zu fangen. Da vergass er den Schlussel zu hause unter seinem Kopfkissen. Als er am Abend heimkam, war die Truhe offen, und die Frau war mit dem Fell verschwunden. Sie hatte den Schlussel gefunden, aus Neugier die Truhe geoffnet, darin herumgestobert und dabei ihr Seehundsfell gefunden. Da hielt sie es nicht langer aus, sagte ihren Kindern Lebewohl, fuhr in das Fell und verschwand in der See. Bevor die Frau in die See sprang, sagte sie: 《Mir ist so froh und ist so weh,
und sieben auf dem Lande.》 Der Bauer war sehr trauring daruber. Wenn er zum Angeln hinausruderte, dann schwamm ein Seehund oft um sein Boot herum, und es war, als liefen dicke Tranen aus seinen Augen. Seit dieser Zeit hatte er immer Gluck beim Fischfang und in allen Dingen. Wenn die Kinder an den Strand singen, begleitete sie der Seehund und warf ohnen bunte Fische und hubsche Muscheln hinauf. Aber die Mutter niemal wieder zu ihnen.